Seelentium - ... Family and Moor
 
 


Seelentium Wohlfühlregion
Oberes Innviertel/Flachgau
A - 5131 Franking 26
Tel.: +43 (0) 664/39 46 369
urlaub(at)seelentium.at
www.seelentium.at

Ibmer Moor

Der größte zusammenhängende Moorkomplex Österreichs

Der größte zusammenhängende Moorkomplex Österreichs liegt an der oberösterreichisch-salzburgischen Grenze in ca. 426 m Seehöhe (Eggelsberg 531 m) und besteht aus dem Bürmoos, dem Weidmoos und dem Ibmer Moos. Mit einem Alter von rund 12.000 Jahren und einer Ausdehnung von 2.000 ha ist diese Landschaft ein idealer Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Teile des Ibmer Moores (ca. 200 ha) wurden unter Naturschutz gestellt. Zusätzlich wurden große Flächen als NATURA 2000 Gebiet ausgewiesen. Das Ibmer Moor ist Teil des Europaschutzgebietes "Wiesen-und Seengebiete im Alpenvorland". Teile dieses Naturschutzgebietes befinden sich im Besitz des Landes Oberösterreich.

Moortypen Das interessanteste am Ibmer Moor ist jedoch nicht seine Größe, sondern die unterschiedlichen Moortypen. Das Ibmer Moor ist eines der vielfältigsten und artenreichsten Moore Mitteleuropas, mit dem größten Brachvogelvorkommen (22 Brutpaare) Österreichs.

Nieder- oder Flachmoor: findet man um den Seeleitensee (Grundwasservorkommen, noch großes Nahrungsangebot für verschiedene Pflanzen, sehr kalkreich)

Zwischen- oder Übergangsmoor: trifft man im "Pfeiferanger" an. Dort gibt es teilweise Lebensbedingungen wie im Niedermoor, teilweise wie im Hochmoor.

Hochmoor oder Regenmoor: "Ewigkeit", befindet sich im Privatbesitz und darf daher nicht begangen werden. Extrem nährstoffarme Torfschicht mit einer Tiefe von 5 - 7 Metern, Lebensraum für sehr genügsame Pflanzen, Nahrungsangebot nur mittels Regenwasser.

1973 wurde zum Schutze der seltenen Tiere (großer Brachvogel als Bodenbrüter), der besonderen Pflanzenwelt (Sonnentau, Wasserschlauch, Fettkraut als Insektenfresser u.v.a.), sowie zum Schutz der Besucher (Moorlöcher) der Moorlehrpfad - Länge des Pfostenweges: 1.600 Meter - errichtet. Der im Jahr 2010 total sanierte Pfostenweg sorgt für ein sicheres, trockenes Begehen. 200 Meter dieses Weges wurden rollstuhlstauglich ausgebaut (kleiner Rundweg von der Hackenbuchenerstraße bis zur Torfhütte). Der restliche Weg wurde aus naturschutzrechtlichen Gründen 75 Zentimeter breit angelegt.

Moorwanderweg Ibmer Moor

Der Erholungsraum „Ibmer Moor“ und seine Umgebung

Der „Moorlehrpfad - Großer Rundweg“  nimmt seinen Anfang beim Kirchlein in der Ortschaft Ibm, Gemeinde Eggelsberg. Er führt vorbei am INFO-Häuschen,  weiter zum „Moarhaus“  in Richtung Südosten an Wiesen und Weiden vorbei zum Mooskreuz. Nach einem kurzen Waldstück erreicht man über einen leicht ansteigenden Wiesenweg den Aussichtspunkt Seeleiten, der einen prachtvollen Rundblick über den Seeleitensee, das Moos und die Salzburger und Bayrischen Kalkalpen bietet.
Weiter gehts auf einem Pfostenweg, der für sicheres und trockenes Begehen des Zwischen- und Hochmoorbereiches sorgt. Die aufgestellten Schautafeln informieren über die Entsehung des Moores, sowie über die Flora und Fauna. Ein kleines „Moor-Fußbad“ soll besonders heilkräftige Wirkung haben. In der Mooshütte (Rastplatz) findet man weitere Informationen über das „Moos“, sowie altes Torfstecherwerkzeug

Weitere Wanderwege:
Seerundweg um den Ibmer/Heratingersee, Gemeinde Eggelsberg
Wanderung  um den Holzöstersee, Gemeinde Franking
Wanderung um den Höllerersee, Gemeinde St. Pantaleon
Bauerngolf Wanderweg in Franking

 

Die Pflanzenwelt im Ibmer Moor

Fleischfressende Pflanzen:
Sonnentau: Der Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze ist ein Bewohner im Übergangs- und Hochmoorbereich. Die nötigen Nährstoffe bezieht sie nicht aus dem nährstoffarmen Boden, sondern sie hat sich auf Insekten spezialisiert. Die Pflanze hat Drüsenhaare mit klebrigen Tröpfchen an der Spitze. Kommt ein Insekt und setzt sich auf das klebrige Sekret, kann es nicht mehr wegfliegen. Die Dtüdrnhaare rollrn sich leicht ein und das Drüsensekret löst die Weichteile des Insektes auf und die Pflanze kann so den Nahrungsbrei verdauen. Nur der Panzer, Flügel u. Beine bleiben übrig. Eine Sonnentau Pflanze verspeist pro Saison so ca. 2000 Mücken oder ähnliches Kleingetier. Im Ibmer Moor finden wir 3 verschiedene Sonnentau Arten: Den rundblättrigen-langblättrigen und den mittleren Sonnentau.
Fettkraut: Eine fleischfressende Pflanze, die sich im Niedermoorbereich befindet und ähnliche Fangmethoden wie der Sonnentau anwendet.
Wasserschlauch: Trotz ihres meistens unscheinbaren Äußeren sind sie in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Pflanzen.

 

Die Tierwelt im Ibmer Moor

Großer Brachvogel: Markenzeichen des Ibmer Moores ist der große Brachvogel. Nur an wenigen Stellen in Oberösterreich findet er geignete Brutmöglichkeiten. Der Pfeiferanger ist in Oberösterreich das ausgedehnteste von insgesamt vier Brutgebieten dieses prächtigen Vogels.
Sein melodiöses Trällern, das ihm den Zusatznamen „Moorflöte” eingebracht hat, ertönt bis in den Sommer hinein über das Ibmer Moor.
Dieser größte europäische Schnepfenvogel, bei dem vorallem der lange, gebogene Schnabel auffällt, ist bei uns vom Aussterben bedroht.

Viele Tierarten, insbesondere spezialisierte Vogelarten, beanspruchen große Lebensräume. Die Gefahr des Aussterbens solcher Arten ist daher größer, als bei Arten, die sich mit kleinen Rest-Lebensräumen begnügen. Das Birkwild, das bis 1960 im Ibmer Moor brütete, ist bereits ausgestorben.

ACHTUNG:
Europaschutzgebiet  Ibmer Moor
Gruppen ab 10 Personen dürfen den Moorwanderweg nur mit einem/r MoorführerIn der Marktgemeinde Eggelsberg benützen.
(Ausnahmegenehmigungen für externe Führer beim Gemeindeamt)
Alle Gruppen müssen  im Vorhinein gemeldet werden!
Pro Besuchergruppe wird ein Kostenbeitrag  in der Höhe von 
€ 30,-- für die Erhaltung der Infrastruktur eingehoben.
Nach Sonnenuntergang dürfen Gruppen  den Moorwanderweg  nur mit Führungen im Rahmen des Programmes von NATURSCHAUSPIEL.at betreten!

Anmeldung:
Marktgemeindeamt Eggelsberg , Tel. 07748 2255-0

Auskünfte Führungen:
Maria  Wimmer, Tel. 0650 560 4123,
natur(at)seelentium.at
www.moor-ausflug.at 
www.naturschauspiel.at

 

 

Broschüre Marien-Wanderweg