Seelentium - ... Family and Moor
 
 


Seelentium Wohlfühlregion
Oberes Innviertel/Flachgau
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Kirche und Kapellen in Eggelsberg

Wer an einem klaren Tag, von Gundertshausen kommend, die Weinberghöhe erreicht, der wird von der Schönheit des Bildes ergriffen sein, das plötzlich, wie hingezaubert, vor seinen Augen liegt. Den Horizont umgrenzen die blauen Alpen mit den leuchtenden Firnen, davor kauern die sanften Hügel, geschmückt mit dem Dunkel der Wälder und den freundlichen Farben des Nutzlandes. Glückliche Marktgemeinde! Hineingebettet in so viel Schönheit, behütet von einem der schönsten Bauwerke des Innviertels, des „Innviertler Domes“, wie viele Menschen diese außergewöhnliche Landkirche nennen. Spuren menschlichen Lebens fand man im Jahr 1959 mit dem Fund einer Tonscherbe aus der jüngeren Steinzeit am Fuße des „Schlossberges“ (früher Pankranzenberg genannt) im Ortsteil IBM. 1958 wurde im Torfstich Kager in ein bis eineinhalb Meter Tiefe eine 25,50 cm lange Bronzenadel gefunden. Am südöstlichen Ufer des Heratinger Sees wurden zwei urgeschichtliche Grabhügel entdeckt.

Fast ein Jahrtausend war das Schloß der Mittelpunkt des Lebens im Dorf. Als erster Herr auf Schloß Ibm trat im Jahr 1070 Wernhart de Idina in das Licht der Geschichte. Das Schloß, dem der häufige Besitzerwechsel und diverse Brände sehr geschadet hatte, wurde schon 1816 wegen Baufälligkeit verlassen und war dem Verfall preisgegeben. Die letzte Stunde schlug um 1900. Es wurde abgetragen und mit den Resten die Straße im Moor zwischen Ibm und Hackenbuch aufgeschüttet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ortsteil GUNDERTSHAUSEN 1070, EGGELSBERG 1143.

Pfarrkirche Eggelsberg


Die Pfarrkirche wurde 1420 bis 1436 auf dem höchsten Punkt in EGGELSBERG erbaut. Der ursprünglich gotische 72 Meter hohe Turm beherrscht weitum das Land. Die wuchtige Friedhofsmauer umschließt die Kirche, zu der ein Torhaus Zutritt gibt. Sie macht die Kirche optisch zu einer Zufluchtskirche. Der Bau ist dem Burghausener Baumeister Oswald Bürkel und dessen Vetter Konrad zuzuschreiben. Der zweischiffige gotische Bau wird dem „Bürkel-Typ“ zugeschrieben, dessen Charakteristikum ein starker Mittelpfeiler im Kirchenschiff darstellt.  Die Kirche ist durch süd- und nordseitig angebaute Vorhallen mit Sterngewölben erreichbar. Die kielbogigen Portale bergen als besondere Kostbarkeit schwere Türen mit gotischen Schlössern und kunstvollen Beschlägen in Lilienornamenten. Die stilisierte Lilie wird vielfach mit dem Wappen der Sonderdorfer, dem heutigen Gemeindewappen von Eggelsberg, in Verbindung gebracht. Die Sonderdorfer, Herren auf Schloß Ibm, haben – der Überlieferung nach – den Ausbau der Kirche großzügig gefördert. Die Decke der Kirche ist durch Ornamente und Rankwerk aus gotischer Zeit reich verziert. Der Innenraum der Kirche wurde in der Barockzeit in drei Phasen hervorragend neu gestaltet. Um 1648 wurde vom Braunauer Bildhauer Martin Zürn das lebensgroße Kruzifix, ein Kleinod unter den Kunstwerken der Kirche, geschaffen. Es war früher am Mittelpfeiler angebracht und befindet sich jetzt an der Nordwand des Presbyteriums. Das Werk ist von edler Größe und ergreifender Innerlichkeit. Das aus dem Jahr 1653 stammende Orgelgehäuse ist fünfteilig und in Schwarz-Gold gefasst. Die Rundbilder stellen Mariae Verkündigung dar. In der Mitte scheint die Jahreszahl 1866 (das Jahr einer gründlichen Reparatur der Orgel) auf. Die erste Kirchenglocke stammte aus dem Jahr 1498.

 

Kapellen, Bildstöcke und Marterl

Nur um diese Andachtsstätten zu besichtigen ist eine Rundwanderung zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto zu empfehlen. Neben den vier großen Kapellen gibt es in der Pfarre Eggelsberg noch weitere,  die über das Gemeindegebiet verstreut, an Straßen und  Wegen stehen und von der Frömmigkeit und Gottverbundenheit unserer Vorfahren Zeugnis geben. Sie gehören als Andachtstätten und stumme Zeugen vergangener Tage zum vertrauten Landschaftsbild unserer Heimat und verdienen es, erhalten und entsprechend gepflegt zu werden. Die Entstehungsgeschichte dieser Kulturdenkmäler ist meist im Einzelnen nicht mehr bekannt. Oft waren es Unfälle und Krankheiten, oft  Unwetter und Feuersbrünste, die Anlass zur Errichtung einer Kapelle gaben. Es geschah aus Dankbarkeit für die Hilfe in der Not oder auch ohne besonderen Grund zur Ehre Gottes. Der Bau und die Ausstattung erfolgten weniger nach künstlerischen Gesichtspunkten, sondern waren meist gediegene Handwerksarbeit, die dem Empfinden der Bevölkerung entsprach. 

 

Kapelle Ibm

Kapelle in Ibm:

Mit dem Abbruch des Schlosses in Ibm ging auch die Ära der Schlosskapelle zu Ende. Glücklicherweise wurde dabei die Statue „Maria Hilf“, die aus dem 15. Jhdt. stammt und in einer alten Urkunde Wundertätigkeit bescheinigt, von Herrn Rauchberger gerettet und später von ihm der Kapelle gestiftet. Heute ist die Statue Mittelpunkt der Kapelle.

Die Kapelle "Maria Hilf" zu Ibm wurde vor mehr als 100 Jahren vom Kapellenverein Ibm erbaut. Die Kapelle, ursprünglich zum ehrenden Gedenken an den großen Gönner von Ibm, Herrn "August Plank von Plankenburg", erbaut, wurde neue und ehrwürdige Heimstatt der „Mutter Gottes mit dem Kinde“.

Der ursprüngliche, neugotische Altar wurde wegen seines desolaten Zustandes abgetragen - nach einer Fotografie wurde der neue Altar wieder stilgerecht - bis ins Detail - hergestellt. Bei den Arbeiten am Glockenturm wurde ein Kreuzweg gefunden. Die Bilder wurden gereinigt und an der Eingangsfront angebracht. Der "Heilige Augustin", eine noch vom Schloss erhaltene Heiligenfigur - frühes 15. Jahrhundert - wurde fachmännisch restauriert und oberhalb der Eingangstüre der Kapelle angebracht.

In der Kapelle wird jede Woche ( in den Sommermonaten Freitag, 19 Uhr, im Winter Samstag, 8 Uhr ) Gottesdienst gefeiert.

 

 

Gundertshausen K.
Innenansicht

Kapelle in Gundertshausen:

Das neugotische Kirchlein von Gundertshausen wurde vom ersten Brauherrn Matthias Würzinger in den Jahren 1853 bis 1856 errichtet. Das Kirchlein wurde der hl. Maria geweiht. Obwohl es bis heute im Besitz der Brauerfamilien blieb, diente es im Sinne des Erbauers auch immer dem kirchlichen Leben der Ortschaft Gundertshausen. 1984 wurde der gesamte Bau gründlich saniert. Der Innenraum wird vom reich geschnitzten neugotischen Altar beherrscht, der noch deutliche Elemente der Gotik aufweist. Das Altarbild zeigt die Muttergottes mit dem Kind über einer alten Ansicht von Gundertshausen. Die hl. Maria wird von den Aposteln Andreas und Matthias flankiert. Die am Altaraufbau in halber Höhe unter kleinen Türmchen stehenden Figuren stellen die vier Evangelisten Johannes, Lukas, Matthäus und Markus dar. Ein schönes schmiedeeisernes Altargitter schließt das Presbyterium vom Kirchenraum ab. Auf einer Konsole stehen Statuen des hl. Maximilian und des hl. Valentin. An der rechten Kirchenwand befindet sich ein geschnitztes Kruzifix. In einer Kerkernische links vom Eingang steht die Figur "Unser Herr im Elend", eine beachtliche Darstellung des gepeinigten Christus. Zwei Bilder außerhalb des Presbyteriums zeigen Ereignisse, die die Dorfbevölkerung einst stark bewegt haben. Das Kirchlein wurde nach der letzten Restaurierung am 6. Oktober 1984 von Diözesanbischof Maximilian im Rahmen eines Innviertler Kirchweihfestes geweiht. Regelmäßige Gottesdienste finden in Gundertshausen nicht mehr statt. Es gibt jedoch im Laufe des Kirchenjahres einzelne stimmungsvolle Andachten. 

 

 

Heratinger Kapelle
Innenansicht
Altarbild

Kapelle in Herating:

Zum "Edelsitz von Herolding", erstmals 1070 als Schädelsstätte erwähnt, gehörte einst eine Kirche, die der hl. Katharina geweiht war. Sie stand am Seeufer und war von einem Friedhof umgeben. Die Kirche wird in einigen Urkunden erwähnt. Sie hatte einen eigenen Pfarrer, der zwei Erdäpfelacker und eine Kuh als Lohn bekam.Das Tuffsteinkirchlein wurde ca. 1780 unter Josef II. gesperrt und musste wegen Baufälligkeit abgetragen werden. Vom „Kragleder Krump“, (vermutlich wegen seiner Gehbehinderung so genannt), der als kleiner Bub bei der letzten Messe ministriert hat, erfuhren Großvater Wimmer geb. 1861 und der Anthalervater geb. 1849, was sich damals begeben hat.  Es war der Sonntag nach Christi Himmelfahrt. Der Priester stand auf dem schon morschen Predigtstuhl und verlas das Evangelium: „Eine kleine Weile und ihr werdet mich nicht mehr sehen“, brach durch den Predigtstuhl, richtete sich auf und las weiter: „Wiederum eine kleine Weile und ihr sehet mich wieder“. Der Bub ging nach der Messe heim und erzählte die „lustige“ Begebenheit. Der Vater, erzählte er, hätte ihn dann ordentlich bei den Ohren gebeutelt und gemeint, „dass du es dir merkst, das war die letzte Messe in Herating“. Anfang des 20. Jh. wurde das Schloss in Ibm und die Schlosskapelle abgerissen.  Franz, ein Knecht auf Herating wurde zur Arbeit dorthin geschickt. Alles was die Arbeiter nicht für den Unterbau der Straße nach Hackenbuch verwenden wollten, nahmen sie mit nach Hause. Besagter Knecht nahm die Glocke von der Schlosskapelle mit nach Herating. 1909 kam sie auf das Bauernhaus als Dachglocke um die Dienstboten zu den Mahlzeiten zu rufen, wo sie auch heute noch ihren Platz hat.Die heutige Kapelle wurde aus den Resten der alten Kirche um die Mitte des 19. Jh. gebaut. 1975 wurde sie von den Besitzern des Gutes Herating, dem Ehepaar Alois und Ida Wimmer, unter Mithilfe der Landjugend restauriert.Das Altarbild, zwischen 1650 und 1670 entstanden, zeigt "Maria Hilf". Es wurde 2001 von Gräfin Divina von Schlick und Weissenburg vorbildlich restauriert. Die vier Statuen stellen den hl. Augustin, den hl. Ambrosius, den hl. Florian und den hl. Aloisius dar. Sie stammen sehr wahrscheinlich ihrer Größe wegen noch aus der alten Kirche. Die hl. Katharina wird stets als Kirchenpatronin bezeichnet, beim hl. Augustin könnte es sich um einen Nebenpatron handeln.

 

 

Kolomannskapelle

St. Kolomanskapelle in Oberhaunsberg (Kolomanischacher)

Die Kapelle wurde zu Beginn des 19. Jh. An der Straße nach Fillmannsbach, wahrscheinlich zur Erinnerung an die 1784 abgebrochene Kirche von Heimhausen, erbaut. Sie befindet sich im Besitz der Familie Hitzginger vom Haunsbergergut und stellt ein bedeutendes Kulturdenkmal dar. Eine Restaurierung der Kapelle erfolgte 1965. Es handelt sich um eine kleine Betkapelle von rechteckigem Grundriss, die dem hl. Koloman geweiht ist. Der Patron der Kapelle wurde auf einer Pilgerfahrt ins Heilige Land 1012 in Stockerau unter dem Verdacht, ein ungarischer Spion zu sein, aufgegriffen und nach erfolgloser Folterung gehängt. Sein Grab befindet sich in Melk. An ihn erinnert ein Relief aus dem 17. Jh., das seine Gefangennahme mit acht Personen darstellt. Die wertvolle Figurengruppe wurde 1972 aus der Kapelle geraubt, später jedoch wieder aufgefunden. Um sie vor weiteren Zugriffen zu schützen, wurde sie dem O.Ö. Landesmuseum übergeben. In der Kapelle wurde eine Kopie aufgestellt, die jedoch 1992 neuerlich entwendet wurde. Bedeutende Kunstwerke aus der Kapelle, die wahrscheinlich aus der abgebrochenen Kirche von Heimhausen stammen, befinden sich als Leihgaben in der Pfarrkirche von Eggelsberg. Es sind dies die Madonna mit dem Zepter aus der Zürn-Werkstätte und zwei gotische Bischofsfiguren. Eine weitere wertvolle Statue wurde nach dem 2. Weltkrieg gestohlen.An der rückwärtigen Wand befindet sich die Jahreszahl 1839, am Gitter ist die Zahl 1878 mit den Buchstaben I.H. zu sehen.

 

Kainzbauer Kapelle

KAINZBAUER-Kapelle in Untergrub

Der Überlieferung nach wurde die Kapelle vom Urgroßvater des heutigen Besitzers erbaut. Anlass dafür war eine längere Kinderlosigkeit des Bauernehepaares. Als sich schließlich der ersehnte Kindersegen einstellte, errichtete der Bauer aus Dankbarkeit die Kapelle. Sie ist mit einem Kirchenstuhl ausgestattet und weist sakrale Bilder auf.

 

Hangöbl Kapelle

HANGÖBL-Kapelle in Bergstetten

Die Kapelle befand sich in einem schlechten Bauzustand und wurde kürzlich gründlich renoviert. Der Überlieferung nach war länger andauerndes Unglück im Stall Anlass für ein Versprechen des seinerzeitigen Besitzers, eine Kapelle zu errichten, um die Abwendung von weiterem Unheil zu erbitten. Die Kapelle wurde gebaut und das Vie gedieh wieder normal.

Buher Kapelle

BUHER-Kapelle in Heimhausen

Der frühere Besitzer des Buher-Gutes verletze sich in den zwanziger Jahren mit einer Kreissäge schwer. Die Wunde heilte jedoch ohne bleibende Schäden ab. Aus Dankbarkeit und für die glückliche Heimkehr des Bauers aus dem Krieg errichtete dieser 1927 die Kapelle beim Buher-Gut. Auf einem Deckenfresko ist die Heilige Familie dargestellt. An der Stirnseite befindet sich eine Grotte mit einer Marienstatue.

 

Schlögl Kapelle

SCHLÖGL-Kapelle in Gundertshausen

Über die Baugeschichte der alten gemauerten Portalnische, die offensichtlich aus dem vorigen Jahrhundert stammt, ist nichts bekannt. Sie ging mit dem Grundstück, auf dem sie steht, mehrmals in andere Hände über und ist jetzt durch die Verbauung der Umgebung optisch sehr eingeengt. Infolge der Aufschüttung des Straßenniveaus wurde der Innenraum eingetieft. Das zentrale Wandbild, das vor einiger Zeit restauriert wurde, weist wieder Schäden auf. Die Kapelle stellt ein altes, erhaltungswürdiges Kulturgut im Zentrum von Gundertshausen dar.

 

Lenz Sepp Kapelle

„LENZ SEPP“ - Kapelle in Heimhausen

Die Kapelle befindet sich in gutem Zustand und war einst reich ausgestattet. Sie wurde jedoch Ende der achtziger Jahre von Kunstdieben heimgesucht und ausgeplündert. Vom kleinen Altar wurde eine Holzfigur des hl. Koloman gestohlen. Die vorhandenen Bilder wurden aus den weniger wertvollen Rahmen geschnitten und ebenfalls entwendet. Nun ist die Kapelle mit herkömmlichen Bildern und Figuren geschmückt. Über Zeitpunkt und Anlass der Errichtung ist nichts mehr bekannt

Flachner Kapelle

FLACHNER-Kapelle in Unterhausberg

Die Errichtung der Kapelle soll angeblich schon um 1500 erfolgt sein. Damit wäre sie eines der ältesten Bauwerke der Gemeinde. Die der hl. Barbara geweihte Kapelle war mit einer wertvollen, bemalten Holzstatue dieser Heiligen sowie einem alten Holzkreuz mit Beschlägen ausgestattet, die noch erhalten sind, jedoch aus der Kapelle entfernt wurden. Die schmiedeeisernen Gitter weisen die Jahreszahl 1913 auf. In der Kapelle befindet sich eine Gedenktafel, die vom glücklichen Ausgang eines seltenen Missgeschickes berichtet. Der vierjährige Sohn des ehemaligen Besitzers des Hofes und der Kapelle hatte am 11. August 1916 eine fünf Zentimeter lange Gewandnadel, wie sie zur Fixierung von Halstüchern verwendet wurden verschluckt. Die Nadel, die an der Erinnerungstafel angebracht ist, ging auf Fürbitte der hl. Barbara nach drei Tagen auf natürlichem Weg ab. 

 

Rumpler Kapelle

PEST- Kapelle (RUMPLER-Kapelle) in Haselreith

Die Geschichte der Kapelle reicht in die Pestzeit zurück. Sie soll 1651 erbaut worden sein. Die Pest hat auch in Haselreith die Bevölkerung hinweg gerafft. Es sollen nur drei Bauern überlebt haben, die sich in einem Misthaufen eingegraben hatten. Sie haben, der Legende nach, die Pestkapelle errichtet. Die geschmackvoll ausgestattete Kapelle wurde in neuerer Zeit mehrmals von Kunsträubern heimgesucht. Um 1960 wurden kunstvoll geschnitzten Apostelfiguren gestohlen. Ein wertvolles bäuerliches Kruzifix fiel 1990 Dieben zum Opfer und ein Jahr später wurde ein schönes Marienbild entwendet. Nun befindet sich eine Gipsfigur in der ehrwürdigen Kapelle.

Siegler Kapelle

SIEGLER-Kapelle in Revier Gundertshaussen

Die Kapelle befindet sich abseits der Straße in unmittelbarer Nähe des Sieglergutes. Es handelt sich um eine kleine Hofkapelle, über deren Baugeschichte nichts bekannt ist. Im Inneren befinden sich eine Christusfigur und einige bäuerliche Bilder, darunter ein Marienbild mit der Aufschrift „Johann Renzl – Braunau 1879“

 

BAISCHER-Kapelle in Haselreith

Die gut erhaltene Kapelle weist an der Tür die Jahreszahl 1853 mit dem Zusatz „M. M.“ auf. Sie dürfte also um die Mitte des vorigen Jahrhunderts errichtet worden sein. In der Zwischenkriegszeit wurde sie von Oberlehrer Bachleitner-Hofmann restauriert. An der Außenfront erinnert ein Spruch über der Tür an die gefallenen Krieger des Ersten Weltkrieges. Das Innere der Kapelle ist reichlich mit Figuren, Bildern und einem Kreuzweg ausgestattet. Eine Tafel an der linken Seite erinnert an ein Kind, das 1949 in der Hauslache ertrunken ist. Eine weitere an der rechten Wand an die glückliche Rettung eines Buben, der sich im Alter von 22 Monaten im Wald verirrt hatte und von einem 120 Mann starken Suchkommando wohlbehalten aufgefunden wurde. 

Maier Kapelle

MAIER-Kapelle in Weilbuch

Über die Geschichte der sicher sehr alten Kapelle ist nichts bekannt. Auch der Zeitpunkt der Errichtung ist in Vergessenheit geraten. Im Inneren befindet sich eine hölzerne Monstranz mit zwei Leuchtern.

 

HIRSCHLINGER-Kapelle in Eggelsberg

Die Kapelle wurde 1956 anstelle eines alten Marterls aus Dankbarkeit für die Genesung der Bäuerin nach langer Krankheit errichtet. Das Kruzifix des alten Marterls wurde in die neue Kapelle übernommen und schmückt deren linke Seitenwand.

Gerstlohner Kapelle

GERSTLOHNER-Kapelle in Arnstetten

Die Kapelle befindet sich in der Nähe des Kaisergutes in Gerberling. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Familie Gerstlohner aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr des Sohnes aus dem Krieg errichtet. Im Inneren befinden sich eine Madonna und einige Bilder. 


Aichriedler Kapelle

AICHRIEDLER-Kapelle in Pippmannsberg

Die Kapelle dürfte ein Alter von 160 bis 200 Jahren aufweisen. Über den Anlass ihrer Errichtung ist nichts bekannt. Es ist jedoch eine Begebenheit in Erinnerung, die sich vor etwa 30 Jahren zugetragen hat. Ein Bauer suchte vor einem plötzlichen Gewitterregen einen Unterstand in der Kapelle. Als der Regen nachließ, entschloss er sich weiterzugehen. Als er die Kapelle verlassen hatte, schlug ein Blitz ein und zerstörte die dort aufgestellte Madonna völlig. Die Kapelle befindet sich in gutem Zustand.

 

Esterbauer Kapelle

ESTERBAUER-Kapelle in Höpfling

Die Kapelle an der Bundesstraße B156, deren frühe Geschichte unbekannt ist, stand ursprünglich an der gegenüber liegenden Straßenseite im Bereich der Abzweigung nach Ibm. Sie musste der Straßenerweiterung weichen. Der Legende nach soll dort einst ein Findelkind abgelegt worden sein, das jedoch rechtzeitig aufgefunden und gerettet wurde. Die neue Kapelle wurde von der Familie Esterbauer errichtet. In der Kapelle befindet sich ein Marienbild, das aus altem Eggeslberger  Familienbesitz stammen soll und nach dem Zweiten Weltkrieg von der Gattin des ehemaligen Gendarmeriepostenkommandanten Alois Thamm gestiftet wurde.

 

PFARRER-Schacher in Eggelsberg

Die vermutlich aus dem 18. Jh. Stammende Pfarrer-Kapelle, die am Fuß des Kirchenberges an der Bundesstraße B156 stand, wurde der Überlieferung nach zum Gedenken an den 1754 abgestürzten Turmkreuzstecker errichtet. Etwa 200 Jahre stand sie an ihrem Platz, bis sie der Straßenerweiterung weichen musste. Sie hinterließ im Ortsbild eine beklagenswerte Lücke. Rudolf Huber, der sich der Kapellen angenommen hatte, forderte die Neuerrichtung der Pfarrer-Kapelle lange vergebens. Die wurde wegen der geplanten Friedhoferweiterung immer wieder aufgeschoben. Den Neubau der Kapelle an anderer Stelle hat er nicht mehr erlebt. Mit der neuen Kapelle neben dem Parkplatz am Osteingang des Pfarrhofes hätte er sicher viel Freude gehabt. Sie ist der Alten Kapelle nachempfunden und stellt ein Schmuckstück im engeren Ortsbereich von Eggelsberg dar.

 

Hötzenauer Kapelle

HÖTZENAUER-Kapelle

Die aus Steinen errichtete Kapelle ist mindestens 300 Jahre alt. Sie soll zur Ehre der Mutter Gottes erbaut worden sein. Die Kapelle war früher mit einem Altar, einigen wertvollen Figuren und Kirchenstühlen ausgestattet. Am Altar befanden sich Skulpturen der hl. Anna mit Maria als Kind, des hl. Jakobus mit Schriftrollen, von Jesus mit Zepter und einige Engelstatuen. An den Wänden war ein kleiner geschnitzter Kreuzweg zu sehen. Die Engelsfiguren wurden vor etwa sechs Jahren gestohlen. Wegen der verbreiteten Diebstähle wurden die anderen Kunstwerke in Sicherheit gebracht. Der Altar befand sich im Besitze der Familie Pfaffinger und wurde beim Brand im Hötzenauer Gut 1992 zerstört. Die noch erhaltene Jesusfigur, die von Familienangehörigen verwahrt wird, weist einen typischen Lockenkopf auf, wie er den Zürnfiguren eigen ist. Der Kreuzweg wurde der Kirche übergeben und soll sich in einem Linzer Museum befinden. Eine als Ersatz für die wertvollen Statuen aufgestellte Gipsfigur wurde 1984 entwendet.

 

Blaslkapelle

BLASL-Kapelle in Revier Eggelsberg – ein neuer Bildstock

Die Blasl-Kapelle, über deren ursprüngliche Errichtung nichts bekannt ist, hat eine bewegte neuere Geschichte. Sie befand sich bis in die achtziger Jahre in einem desolaten Zustand und war dem Verfall preisgegeben. 1984/85 wurde die Kapelle von den Firmen Ernst Ramböck und Georg Zenz, mit finanzieller Unterstützung der Goldhaubenfrauengemeinschaft Eggelsberg und einiger Privatpersonen von Grund auf saniert. Für die Ausgestaltung stellte Rudolf Huber ein Bild der h. Familie zur Verfügung. Die neu renovierte Kapelle fiel Ende der achtziger Jahre einem Verkehrsunfall zum Opfer. Sie wurde durch den Aufprall eines Kraftfahrzeuges so schwer beschädigt, dass sie abgetragen werden musste. Auch das gestiftete Bild ging dabei zugrunde. Anstelle der Kapelle wurde von der Familie Reiter ein schöner Bildstock errichtet, der gut in die Landschaft passt und an die alte Blaslkapelle erinnert.

 

DANKBARKEITS-Kapelle am Hehenberg

Die schlichte, mit Holzschindeln gedeckte Kapelle wurde von den Eheleuten A. und W. Reindl vulgo Heberger-Wagner im Jahr 2003 aus Dankbarkeit errichtet. Zweimal entging einer ihrer Söhne schon als Kleinkind knapp dem Tode und ein drittes Mal als Jugendlicher. 

 

KOHLBACHER-Kapelle in Ibm:

Die Kapelle nächst dem Gut „Auer am See“ stand ursprünglich an der gegenüberliegenden Straßenseite und war schon recht baufällig. Wann und aus welchem Anlass sie einst gebaut wurde, ist nicht bekannt. Aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg errichtete der Besitzer die heutige Kapelle, in der sich eine Marienstatue mit Kind befindet.
 

Lederergeiß-Marterl

LEDERERGEIß-Marterl

Wo die Straße von Haselreith nach Gundertshausen die Verbindung Spielberg-Weilbuch kreuzt, steht am Straßenrand ein uralter, bemooster Stein, der im Volksmund „Lederergeiß“ genannt wird. Niemand weiß, wann und aus welchem Anlass er zu seinem sonderbaren Namen kam.

Hinter dem Stein befindet sich ein Marterl, das auf einer alten Blechtafel Christus am Kreuz mit Maria und Johannes und darunter die armen Seelen im Fegefeuer zeigt. Ob einst ein Wegunfall der Grund für die Errichtung des Marterls war oder ob es dem Andenken an die Toten gewidmet war, die auf dem seinerzeitigen „Haselreither Totenweg“ vorüber getragen wurden, wird ebenfalls ein von Mythen umwobenes Geheimnis bleiben. Nur wenige der Schauergeschichten, die sich unsere Vorfahren über die „Lederergeiß“ erzählen, wurden überliefert.

 

Jägerbildstock

JÄGERBILDSTOCK am alten Gstaiger Kirchenweg

Auf dem bewaldeten Höhenrücken am ehemaligen Gstaiger Kirchenweg nach Höslrein stand einst bei einem markanten Stein ein altes, verfallenes Marterl. Es galt von altersher als Sammelpunkt der Eggelsberger Jägerschaft bei der Hauptjagd. Anstelle des Marterls wurde dort im Jahr 1981 auf Veranlassung von Ing. Mathias Schnaitl ein der Jagd gewidmeter Bildstock errichtet. Das mit Holzschindeln gedeckte und mustergültig gestaltete Kleindenkmal fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Form und Maße wurden einem alpenländischen Grabmal entnommen. Auf dem Bild wird das aus der Gründungslegende des Stiftes Kremsmünster bekannte Jagdmotiv dargestellt, das einen knienden Weidmann vor einem weißen Hirsch zeigt. Unter dem Bild befindet sich folgender Spruch, der von einem alten Jägersterbebild stammt: „St. Hubertus, der vor Gott du kniest und alle uns`re Sünden siehst, leg` ein für deine Jägersleut` ein gutes Wort zur rechten Zeit. Verzeih`, was wir in eitlem Wahn Gottes Geschöpfe angetan. Dass wir das Wild geschützt, gehegt und in der Wintersnot gepflegt, das rücke in den Vordergrund, damit wir einst samt uns`re Hund in des Himmels ewigen Gründen ein halbwegs gutes Platzerl finden.“

 

Wetterkreuz

Wetterkreuz von Haselreith

An einer markanten Stelle in Haselreith stand schon in frühen Zeiten ein altes Wetterkreuz. Dort wurde es einst aufgestellt, weil der Ort häufig von Blitzschlägen heimgesucht worden war. Wann das geschah ist nicht mehr feststellbar. Wind und Wetter haben dem Kreuz im Laufe der Zeit so zugesetzt, dass es entfernt werden musste. An der gleichen Stelle errichtete die Wirtsfamilie Baischer von Haselreith ein mächtiges hölzernes Wetterkreuz, das auch in unseren Tagen an die Naturgewalten mit ihren Gefahren für Hof, Feld und Flur erinnern soll.

Broschüre Marien-Wanderweg